Im Folgenden der Zeitungsbericht zum Shobu-Ippon Cup und ein Insider-Bericht von Ariane.
JKA-Karate Dojo Calw erfolgreich beim Shobu-Ippon Cup in Darmstadt
Von den inzwischen über 100 Mitgliedern des noch recht jungen Vereins, die Karate hauptsächlich als sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Körperertüchtigung betreiben, hat sich zwischenzeitlich auch eine kleine aber recht feine Wettkampfgruppe herausgebildet.
Mit insgesamt 9 Platzierungen bei 11 Teilnehmern war das JKA-Karate Dojo Calw in allen Altersklassen erfolgreich. Bei diesem Turnier wird Kata und Kumite sofort hintereinander gegen denselben Gegner ausgekämpft, und nur der Gewinner aus beiden Disziplinen kommt immer weiter.
Einen besonders gelungen Einstand feierten die "Neuen", die das erste Mal auf einem Turnier starteten. In der Gruppe der Kleinsten (bis 8 Jahre) erreichten unter 16 Teilnehmern alle 3 Kämpfer, Nico Mrla, Nicolas Hermann und Daniel Spät das Finale der besten Vier und belegten die Plätze 2, 3, und 4. Konstantin Spät wurde sogar in der Gruppe der Mittelstufe, ab 18 Jahre, 1. Sieger und in der Gruppe ab 35 Jahre erreichte Ariane Behrens in der Oberstufe die Silber-Medaille.
In der Oberstufen-Klasse der 12 - 14 jährigen war Steven Kaun, der aktuelle Deutsche Jugend-Meister, wieder eine Klasse für sich. In seinem Freikampf-Debüt deklassierte er in Kata und Kumite (u. a. mit 2 Ippon!) klar seine Gegner und gewann den Sieger-Pokal. Fabian Kozikowski hatte etwas Lospech und schrammte knapp an einer Platzierung vorbei. Mehr Glück in der Auslosung hatte Hendrik Juraschek, der sich noch den 4. Platz sicherte.
Zum ersten Mal als Kata-Mannschaft traten Nico Mrla, Daniel Spät und Emilia Juraschek auf einem Turnier an. In der Gruppe der 9 - 11 jährigen haben Sie sich in der Vorrunde für das Finale qualifiziert und erreichten einen hervorragenden 4. Platz.
Ein weiterer Höhepunkt dieses Turniers war der Auftritt der 2. Kata-Mannschaft mit Steven Kaun, Fabian Kozikowski und Hendrik Juraschek. Mit einer starken Leistung wurden sie souverän 1. Sieger.
Mit dabei waren noch Anke Patzer und Robin Kaun, die Lospech hatten und gleich im ersten Kampf gegen die späteren Gewinner ausgeschieden sind.
Die Platzierungen:
1. Platz (12-14 Jahre): Steven Kaun
1. Platz (ab 18 Jahre): Konstantin Spät
1. Platz (12-14 Jahre): Kata-Mannschaft mit: Steven Kaun, Fabian Kozikowski und Hendrik Juraschek
2. Platz (bis 8 Jahre): Nico Mrla
2. Platz (ab 35 Jahre): Ariane Behrens
3. Platz (bis 8 Jahre): Nicolas Hermann
4. Platz (bis 8 Jahre): Daniel Spät
4. Platz (12-14 Jahre): Hendrik Juraschek
4. Platz (9-11 Jahre): Kata-Mannschaft mit: Nico Mrla, Emilia Juraschek und Daniel Spät.
Bericht vom Shobu-Ippon Cup, 05.07.2009 in Darmstadt:
Eigentlich wollt ich ja gar nicht mitgehn und Samstag dann wieder das Training: Schweiß, Atemnot und noch mal und noch mal....warum nur tut man sich das an?
Seid gestern ist mir der Sinn der dahintersteckt ein wenig näher gerückt. Es war mein 2. Wettkampf und ich wollte dieses Mal nicht mehr defensiv, sondern offensiv, aber auf jeden Fall aktiv kämpfen.
Doch zunächst einmal durften wir gespannt sein auf die„Kleinsten“, die zum Teil zum 1. Mal antraten. Die 3 Jungs in der Altersklasse bis 8 Jahre: Daniel, Nico und Nicolas. Sie zeigten uns, was sie bei Sabine gelernt hatten und setzten dies dann auch noch mit hoher Konzentration und Willenskraft um, die uns begeisterte. So begann der Tag schon mit einem hohen Anspruch: 2. Platz für Nico, 3. Platz für Nicolas und 4. Platz für Daniel. Nochmals Glückwunsch an alle!
Emilia hatte leider keinen so glücklichen Tag, fehlte ihr wohl auch ein bisschen die Unterstützung eines gleichaltrigen Mädchens und so haben wir beschlossen uns auch darum zu kümmern. Mal sehn was sich machen lässt...
Über unsere „goldene“ Mitte, die drei Wettkampferfahrenen Fabi, Hendrik und Steven gibt es wohl nur so viel Neues zu berichten, dass auch sie nun alle frei kämpfen mussten, bzw. durften. Hierbei zeigte sich sehr schnell, wie jeder einzelne mit dieser neue Situation umgeht. Steven gab auf alle Fälle allen, die da am Zuschauen waren eine Vorführung davon wie man den Überblick behält, um dann im richtigen Moment mit der richtigen Technik den Treffer zu setzten: Zanshin ! 1. Platz.
Alle 3 gaben auf alle Fälle wieder, wie immer, Alles, da bin ich mir sicher und wenn es trotzdem nicht aufs Treppchen im Einzel gereicht hat, so holten sie als Kata- Mannschaft den Pokal.
Woran Robin im Freikampf scheiterte, weiß nur er selbst. Die Kata war jedenfalls erstklassig anzuschauen, volle „Kraft“ voraus: entschlossen, kämpferisch, vorbildlich, weiter geht`s!
Für Konstantin war es der 1. Wettkampf und er holte sich auch gleich den 1. Platz. Wie geht das? Antwort Konstantin:“ Habe mir keine großen Ziele gesteckt, dabei sein ist Alles!“
Die Mädels: Nachdem Emilia, wie schon erwähnt, nicht ihre volle Stärke zum Ausdruck brachte, waren last but not least endlich Anke und ich an der Reihe etwas für die „Frauenquote“ in unserem Dojo zu tun.Wir starteten jeweils in 2 Disziplinen : Ü18 und Ü35. Wir gingen zunächst noch ohne große Erwartungen an eine Platzierung in die erste Runde. Anke wurde dann auch prompt von ihrer ersten Gegnerin geschlagen! und verlor den Kampf trotz Allem mit einer guten Leistung. Also weiter geht’s.
Ich habe den ersten Kampf (Kata)zunächst gegen mich selbst verloren, so kam mir der Freikampfgerade recht, bei dem ich dann meinen Vorsatz offensiv und aktiv zu agieren zum Einsatz bringen konnte. Gescheitert bin ichletztendlich wohl an dem mir noch fehlenden Blick für die richtige Technik im richtigen Moment und der konsequenten bzw. „langen“ Ausführung dieser. Doch auch das machte nichts, weiter gings.
Anke und ich hatten ja beide noch eine Chance. Etwas Ausgebremst und überrascht durch meine Gegnerin, eine Schwarzgurtin, die sich im Finale mit mir im Kihon Ippon Kumite messen wollte, was mich wirklich erstaunte und wo ich doch gerade einen ganz anderen Geist in mir spürte (den Freikampfgeist). So entschieden die Kampfrichter mir den 2. Platz zu geben.
Das gehört eben auch zum Wettkampf. Man hat nicht alles in der Hand und doch sollte man immer versuchen sich auf ganz neue Situationen einzustellen, auch wenn dies dann mal bedeutet sich wieder zurück zunehmen.
Vor einiger Zeit hätte ich nicht gedacht, dass ich das Yiyu Kumite den anderen Kumiteformen vorziehe und ich kann auch nicht erklären warum das nun so ist. Die Lust am Kämpfen, am aktiven mitgestalten der Situation. Ein tolles Gefühl!!
Ich weiß, dass ich diese tolle Erfahrung niemals gemacht hätte, hätte ich mich nicht dafür entschieden das harte Training und den Wettkampf selber auf mich zu nehmen. Und ich kann nur jedem Karateka empfehlen dies zu tun, egal wie oft, wie lange und wie intensiv. Zunächst einmal ist dabei sein Alles und was sich daraus entwickelt ist ganz persönlich, aber in jedem Fall sehr wertvoll!
Mein Dank geht an alle Senseis! Hans, der mich nie zu etwas drängt, Sabine die mich begeistert und auch moralisch unterstützt und Andreas, der mich aushält und fordert! An alle Mitgestalter,