JKA-Karate Dojo Calw e.V. -Verein für traditionelles Shotokan Karate-
  Kata-Spezial, Wangen im Allgäu
 

Kata-Spezial 2009, Wangen im Allgäu

 

Vor nicht allzu langer Zeit machten sich die 25 Zwerglein des JKA Calw auf den Weg nach Wangen im Allgäu zum alljährlichen Kata-Spezial. Die Redaktion möchte anmerken, dass der Kata-Spezial nach dem Gasshuku der zweit größte Karatelehrgang Deutschlands ist und sich ausschließlich mit der Geschichte des Karate, nämlich nur Kata, befasst.

 

Bis auf ein paar wenige reisten alle Zwerglein bereits am Mittwoch, den 20.05.2009, über den Tag verteilt an. Vor Ort wurden dann die Zimmer bezogen, bzw. zwangsaufgeteilt, unser Banner mit Hilfe des netten Hausmeisters aufgehängt und auf den Rest gewartet. Nach einer ersten Stärkung im Zelt konnten bereits Karten und die obligatorischen Kata-Spezial-T-Shirts gekauft werden. Wie innerhalb der Redaktion besprochen, bringen Mitglieder, die kein Shirt haben, eine Kiste Manna ins Training mit Die Anreise beendeten am Mittwoch unsere „Schweizer Freunde“ Cigdem und Gerald sowie Eugen und meine Wenigkeit, Seba, nach gefühlten 600 km und 3 ½ Stunden Tour am Bodensee entlang. Um am nächsten Tag fit für die bevorstehenden Einheiten zu sein, legten wir die Nachtruhe um 23 Uhr.

 

Wir schreiben das Jahr anno 2009, irgendwann im Mai, irgendwo im Allgäu, irgendeine Unterkunft: Unruhe im Haus. Unbekannte Geräusche dringen aus der Küche ins Gehör. Was nun? Hat sich ein lebensmüder Einbrecher in ein von Karateka besetztes Haus gewagt? Springt eine Ratte umher? Oder ist es gar nur ein Nachbar, der sich etwas Zucker borgen möchte??? Nein, der Tellergeist, der  die Leute mit Vorliebe mit klirrenden Tellern weckt entpuppt sich als ein Vereinsmitglied, was sich ans Frühstücken macht. Puh, Glück gehabt. Die Identität des Tellergeistes, stand bei Redaktionsschluss leider noch nicht fest. Also kann die morgendliche, alltägliche Tortur beginnen: Aus den Federn quälen, Kampf um Kaffeetassen und Müsli sowie die (hoffentlich) tägliche Reinigung der Zähne. Aber wenn wir an unsere Einheiten und die hochkarätigen Trainer dachten, wurde auch der letzte Morgenmuffel (einschließlich Hele :-) ) wach. Kurz vor den ersten Einheiten wurden wir durch „Holzfäller-Joe“, Ariane sowie Gülja und Kerstin komplettiert. Holen wir uns noch einmal die Namen der hochrangigen Senseis ins Gedächtnis, die uns ab heute schwitzen lassen sollten: Hideo Ochi, Seizo Izumiya (Gast aus Japan), Jean-Pierre Fischer, Thomas Schulze, Toribio Osterkamp und Julian Chees.

 

Getrennt nach Kyu- bzw. Dangrad standen täglich 2 Trainingseinheiten an. Die eine morgens, die andere mittags. Die Schwierigkeit lag darin, die teilweise neu erlernten Katas zu behalten, da in jeder Trainingseinheit eine andere Kata gelehrt wurde. Kraft konnte abends bei einem selbst bereiteten Mahl getankt werden, was von unserem tollen Küchenteam zubereitet wurde. Nochmals Kompliment der Redaktion an dieser Stelle an das Kochteam und alle, die sich angesprochen fühlen. :-) Erschöpft und nach allabendlichen Skatrunden von Hans, Andy und J. ging es müde und bereichert ins Bett.

 

Der nächste Morgen begann mit einem Freitag. Die Nacht wurde dieses Mal nicht durch den mysteriösen Tellergeist beendet, sondern durch reguläre Vereinsmitglieder, die der Hunger aus den Federn trieb. Was das Aufstehverhalten der einzelnen Mitglieder angeht, konnten wir hier erhebliche Unterschiede feststellen: Waren die Ältesten die Ersten, so kamen die etwas jüngeren erst kurz vor knapp aus dem Bett und mussten meist hungrig ins erste Training gehen. Der Tag verstreicht mit Warten, Training, Warten und einem nahrhaften Abendessen. Die Zeiten zwischen den Trainingseinheiten konnten zum Einkaufen, reden, lesen oder schlafen genutzt werden. Am Abend ließ ein Teil der weiblichen Teilnehmer die Sau im Festzelt raus, manch andere wiederum spielten zu Zweit ein kleines Gesellschaftsspiel mit Karten und Trinken. Die Ü50-Skatrunde saß eingeschworen und konzentriert am Spiel, das Zimmer Nr. 6 vergnügte sich mit lauten Gelächter und in Zimmer 5 fand mitten in der Nacht ein Luftangriff statt :-) Der Holzfäller-Joe konnte seinen Schlaf dennoch ungestört fortsetzen.

 

Nun war es Samschdag. Am Samstag war DIE Fest. Hele, es heißt DAS Fest...

Also, Samstag war das Fest. Aber vor dem fest ging der Tag vorüber, wie die zwei Anderen. D.h. Frühstück, Training, Warten kombiniert mit Schabernack, Training und Essen :-) Auch hier wieder ein Kompliment an das Maggi-Kochstudio! Aufgeblüht sind die Karatekas aus Calw als es abends geschlossen ins Zelt und zum Feiern/Trinken ging. Auf Hochtouren zeigte sich Ochi Shihan und unsere Ladys. Allerdings konnte die Band das Tempo unserer Tänzerinnen nicht mitgehen. Das offizielle Ergebnis der Ü50-Skatrunde, sowie die offiziellen Einkehrzeiten der Damen lag bei Redaktionsschluss nicht vor. Wahrscheinlich schliefen alle bereits um, am nächsten Tag fit zu sein und heil nach Hause zu kommen.

 

Vor der Heimfahrt stand noch ein schweißtreibendes (zumindest beim Großteil, gell Simi?) Training an, bevor wir mit vielen Erfahrungen und Bereicherungen den Weg nach Hause antreten konnten. Wir haben alle mit Sicherheit viel mitgenommen und hoffen auf rege Beteiligung im nächsten Jahr – es lohnt sich

 

Fragen, Anregungen und Kritik nimmt unser Papierkorb gerne jederzeit entgegen.

 

OSS!

 

Redaktionsleiterin: Hele &

Aushilfsjournalist: Seba