JKA-Karate Dojo Calw e.V. -Verein für traditionelles Shotokan Karate-
  JKA-Cup, Bottrop
 

JKA Cup 2009

Am 24.10.2009 stand ein besonderer Tag für das JKA Karate Dojo Calw ins Haus:  Wir waren erstmals mit 5 Teilnehmern und 4 Schlachtenbummlern zum wichtigsten Turnier nach der Deutschen Meisterschaft nach Bottrop gereist. Unsere Starter waren: Robin, Steven, Fabi, Hendrik J., und unser Sensei, der Kata-Killer Hans. Zur tatkräftigen Unterstützung sind Ariane, Sabine, Andy und meine Wenigkeit, Seba, mitgereist. Mein Job bestand allerdings darin, uns im gemieteten Kleinbus sicher nach Bottrop und nach Hause zu bringen.  Robin wurde im Mannschaftswettbewerb von 2 Kaderkollegen unterstützt. Doch auch Hans kam in den Freikampfgenuss im Teamwettbewerb: Die Calwer Ü38-Mannschaft wurde durch Jogi aus Tamm und einen mir unbekannten (guten) Freiburger Kämpfer komplettiert. Somit hatten wir nicht nur 5 Teilnehmer, sondern auch gleich 3 Mannschaften unter Calwer Flagge am Start. Doch halt, bevor ich weiterschreibe, sollte ich zum Anfang kommen
J

Losgefahren sind wir selbstverständlich einen Tag vorher, um am nächsten Tag ausgeruht zu sein. Also trafen wir uns am Freitag, den 23.10.2009 in Stammheim um 15 Uhr zur Abfahrt nach Bottrop.  Nach  gefühlten 50 Stunden, 4 Staus, einer Kaffe- und Pinkelpause und Endlosschleife unseres Bottrop-Motto-Liedes „Hey, das geht ab“ erreichten wir gegen 20:30 Uhr die Dieter-Renz-Halle in Bottrop, in der wir auch unser Nachtquartier aufgeschlagen haben.  Da 20:30 Uhr doch eine recht frühe Zeit zum Schlafen ist und wir hungrig waren zogen wir noch ins nahegelegene Steakhouse. Dieses Gebäude war an diesem Abend wohl das sicherste Gebäude der Stadt, denn hier trafen wir auch noch viele Karatekas, die man nicht nur bei uns in Calw kennt. Frisch gestärkt nach Manna und einer „Andreas-Behrens-Gemüsesuppe“ ging es zurück ins Nachtquartier. Allerdings konnte man das nahende Grauen der Nacht noch nicht erahnen: Schon während Betreten der Schlafhalle wurden wir mit einem regelmäßigen, lauten „CCCCHHHHHRRRRRRR“ begrüßt…. Ein Schnarcher, nein, genaugenommen DREI Schnarcher, die uns mal abwechselnd, mal zusammen und in verschiedenen Oktaven die Nacht versüßten. Dagegen waren die Geräusche in Zimmer 5 beim Kata-Spezial in Wangen reinste Trommelfellmassage. Nun ja, unsere mitgereisten anderen Erwachsenen schliefen fest bis zum nächsten Morgen. Kurzweilig hatte ich mir hier auch die Ohren eines Ü40-Jährigen gewünscht, vielleicht hätte es dann mit der Nachtruhe auch geklappt
Wer unser Trio letztendlich war, stand bei Redaktionsschluss leider nicht fest. Nur so viel: Aus Calw waren sie nicht.

Nun denn, der Wettkampftag stand an: Hier möchte ich ein wenig an Polemik sparen (zumindest teilweise) und auch ein wenig auf das Geschehen eingehen. Eines der Highlights kam gleich zu Anfang: Den Start für das JKA Calw machte unsere Ü38-Mannschaft mit unserem Sensei himself. Leider war hier allerdings schon nach dem zweiten Kampf Schluss und Hans wartete mit Schmerzen in Finger und Kiefer auf seinen Einsatz im Kata Einzel. Anders hingegen Robin und seine Bundeskumpanen. Sie kämpften sich bis ins Finale in der Abendveranstaltung. Im Einzel war es aber leider sehr früh vorbei.  Aber einen hatten wir ja noch im Einzel-Freikampf: Fabi, da Hendrik und Steven aufgrund ihres Alters nur in der Katamannschaft starten konnten. Nun zu Fabi. Ja, viel gibt es nicht zu schreiben, sein Auftritt war leider nach 15 Sekunden vorbei. Dies zählt nun mal zu den auch mir bekannten „Sammeln von Erfahrung“ und ich bin mir sicher, dass Fabi die Szene in nächster Zeit schon noch aufmischen wird!
 Ebenfalls ein Leckerbissen waren die Einzelkämpfe der Herren ab 21. Hier gab es eindrucksvolle Techniken und Kämpfe und zahlreiche Ashi-Barais. Jeder, der sich für Freikampf auf hohem Niveau interessiert, sollte einmal den JKA-Cup bereisen. Die Katadisziplinen standen unmittelbar nach dem Kumite an. Unsere Youngsters-Mannschaft mit Steven, Fabi und Hendrik war für das Abendfinale gesetzt und nur Hans konnte sich hier nach einer Heian Sandan und einer wunderschönen Jion ins Finale kämpfen.
Auch hier sah man eindrucksvolle, starke und manchmal doch etwas eigen interpretierte Katas. Aber je kleiner die Pools wurden, desto mehr sah man mal wieder, wofür man doch Woche für Woche trainiert und wie eine Kata doch aussehen kann.

Nach einem Nickerchen im Bus (die Nacht war nicht erholsam), der regulären Pause und einer kurzen Stadtfahrt begannen die Finalkämpfe um die Pötte. Robin hatte wohl auch in der Pause geschlafen und war bei seinem Mannschaftskampf auf den Punkt fit und auf bekannten Niveau. Verdienterweise entschied er seinen Kampf für sich. Dennoch musste er sich mit seinen Mannschaftskameraden geschlagen geben, allerdings holten sie für Calw einen tollen zweiten Platz, den wir selbstverständlich genauso wie den Sieg in Ehren halten (zumindest fast .
Auch unser Katatier Hans hatte Blut geleckt und da er sich in dem Vorbericht nur beiläufig erwähnte, tue ich das hiermit: Hans hatte über die Pause Sochin als seine Finalkata ausgesucht und sich vorbereitet.  Auch er musste sich nur einem guten Kämpfer mit einer guten Unsu geschlagen geben und holte mit seinem zweiten Platz die zweite Platzierung für Calw an diesem Tag. Hans, da geht noch was, ich spür es

Aber eine Überraschung hatten wir noch: unsere Kata-Mannschaft mit Platzierungs-Abo auf jeglichen Meisterschaften stellte sich großer Konkurrenz: Da Fabi bereits 15 Jahre ist, starteten sie in der Gruppe 15-17 (Steve und Hendrik sind erst 13!) und traten gegen Ältere und gegen Schwarzgurte an. Aber cool und souverän liefen sie ihre Kata und holten mit einem Zehntel Vorsprung den hochverdienten ersten Platz und somit den ersten JKA-Cup überhaupt nach Calw. Gratulation ihr 3, wir sind gespannt, womit ihr uns noch alles überraschen werdet!

An diesem Tag waren allerdings nicht nur unsere Kämpfer gefordert. Fast 12 Stunden in der Halle sitzen, Hunger haben und Hornhaut am Gesäß aufbauen möchte auch erwähnt sein. Aber es hat sich gelohnt unsere Kämpfer zu unterstützen, mitzufiebern und tolle Kämpfe zu sehen. Gestärkt nach gut bürgerlichem Essen im Brauhaus und einem kurzen Abstecher zu der dort stattfindenden Fete machten wir uns auf den Heimweg. Unser Motto „Wir feiern die ganze Nacht“ hielt bis zur Autobahn (10 Minuten) an und der gesamte Bus schlummerte auf der sanften Fahrt Richtung Calw. Danke an Robin, der mich während der Fahrt unterhalten hat, letztlich aber dann doch kurz vor dem Ziel eingeschlafen ist.  Nochmals Gratulation an alle unsere Starter und wer weiß, vielleicht haben wir in 5 Jahren ja eine schlagkräftige Truppe, die die begehrte Fahne, nämlich den ersten Platz im Mannschaftswettbewerb, nach Calw holt. Und ob Hans den Pokal der Kleinen mit ins Bett genommen hat, das weiß ich nicht

Oss. Seba

Die Platzierungen:
1. Platz, Kata-Team, 14 - 17 Jahre, mit: Steven Kaun, Fabian Kozikowski und Hendrik Juraschek

2. Platz, Kumite-Team, 15 - 17 Jahre, mit: Robin Kaun, Eduard Captan und Yasin Dönoglu

2. Platz, Kata, ab 38 Jahre: Hans-Jürgen Kaun



JKA-Calw in Bottrop.........


....und die Kleinsten waren die Größten und holten den begehrten Pott zum ersten Mal nach Calw.....


....und das isser.....:-)))))