JKA-Karate Dojo Calw e.V. -Verein für traditionelles Shotokan Karate-
  Gasshuku Hannover
 

„Wie war`s beim Gasshuku in Hannover?“ – „Geil!!!“

Eigentlich war es unglaublich anstrengend, kräftezehrend und schweißtreibend, aber eben immer nur 1-11/2 Stunden am Stück. Dazwischen fanden Begegnungen statt, gewann man neue Eindrücke, schloss Bekanntschaften die bestimmt nie so stattgefunden hätten, würden wir nicht alle mehr oder weniger den gleichen „Geist“ in uns spüren: „Karate!“

So war das Training jedes Mal wieder eine neue Herausforderung. Man stößt an seine persönliche Grenzen: kriegt die Technikkombination nicht in seinen Kopf, oder ist konditionell völlig am Ende, driftet ab, weil da einer ziemlich lange erklärt.

Man muss in erster Linie eben mit sich selber kämpfen um dies alles in den Griff zu bekommen. Nicht aufgeben, nicht gleich „lospowern“, seine Kräfte einteilen, aufmerksam bleiben. Eben genau hinzusehen und zu hören was der Shihan/Sensei zeigt und sagt. Genau zu spüren wie man den eigenen Körper bewegt und die Technik ausführt.

“Fehler darf man machen, man muss sie nur erkennen und korrigieren!“ Shihan Sugimura.

Über seine vermeintlichen Grenzen zu gehen um zu erfahren was eigentlich in einem steckt, das ist der Wert des Ganzen.

Ich lerne mich selber kennen, erfahre, wie es mir geht wenn da ein fremder Trainingspartner vor mir steht, wie ich auf sein Handeln (re)-agiere.

Es gibt einfach unglaublich viele Dinge, die man beim Gasshuku erfahren kann, doch sie sind eben alle sehr persönlich und individuell. Daher kann man nicht darüber berichten, sondern muss es selbst erleben. Ich kann nur sagen, es lohnt sich auf jeden Fall!

Es gab für mich nicht unbedingt nur positive, aufbauende Momente in dieser Woche, sondern auch heftige Kämpfe, aber auch die haben mich ein ganz schönes Stück weiter gebracht.

Was Sensei Toribio Osterkamp am Schluss noch zu uns sagte:  „Zuerst kommt der Wille und das Herz...und erst dann kommt die Technik.“
Sagt mir, wir sind auf dem richtigen Weg... „Herz und Technik sind eins!“

Es gab natürlich auch ganz offensichtliche Erfahrungen und Erfolge, die ich hier noch kurz erwähnen möchte:

Steven gewann eine Wette, auf die er mit Shihan Ochi eingegangen war, sich übrigens auch mühevoll  vorbreitet hatte, und ist nun stolzer Besitzer eines original „Ochi Gis“.

Nicht zu vergessen Jochen Dirschka, der im letzten Training, noch einmal alles gab, um den Kampf gegen seinen mindestens 30 Jahre jüngeren Herausforderers zu gewinnen, aber eben vor allem den Kampf gegen sich selbst, niemals aufzugeben!  Alle Achtung!

Fabi meisterte den eigenen Schweinehund und ging jedes Mal wieder auf`s neue ins Training, obwohl das Letzte nicht ganz seinen Erwartungen entsprach.

Robin wäre meist gerne noch etwas länger geblieben...musste sich jedoch mit den Gegebenheiten abfinden.

Unsere „Schweizer“ Freunde  Cigdem und Gerald, die jeden Tag noch eine Radtour zu und von den Trainingsstätten auf sich nahmen.

Andreas, der am Liebsten zur Dan Prüfung angetreten wäre, so fit fühlte er sich, und Hans, Sabine und ich, wir gaben am letzten Abend unsere wahrscheinlich auch letzte verborgene Energie frei, um noch einen wahrlich flotten Tanz auf`s Parkett zu legen.

So sind wir alle Meister über uns selbst geworden und hatten auch noch Spaß dabei !

Also Freunde, wenn ich es nun noch immer nicht geschafft haben sollte Euch für`s nächste Gasshuku zu begeistern, da ist ja auch noch Jochen, der weiß bestimmt noch etwas mehr über.....Konstanz und seine Helden...Oss!    Ariane