JKA-Karate Dojo Calw e.V. -Verein für traditionelles Shotokan Karate-
  Gasshuku, Konstanz
 

                 GASSHUKU IN KONSTANZ am Bodensee - 27.-31.Juli 2009

 

Samstagmorgen, kurz nach halb elf, ging`s los. Familie Kaun, Behrens, Fabi und Heiko machten sich auf den Weg zum Gasshuku nach Konstanz.

Es sollte eine schöne Woche werden, dies versprach zumindest erst einmal das Wetter: Sonne satt.

Der Zeltplatz war noch fast leer und so suchten wir uns ein schönes Plätzchen aus und markierten dieses mit unserem Dojobanner, welches jedem, der den Platz betrat sofort ins Auge stach. Es dauerte nicht lange und wir hatten den einen oder anderen Karatefreund zu Gast, auch die Stechmücken zog es zu uns, doch zum Glück hatte Sabine an  Duftkerzen und Globulis gedacht, so konnten wir trotzdem die Abende gemütlich in unserem (von Heiko gesponserten) Dojopartyzelt bei einen Gläschen bzw. Fläschchen ausklingen lassen.

Apropos Freunde: Am Sonntag stießen noch David und Jochen aus Calw, sowie Cigdem und Gerald aus der Schweiz zu uns. Dafür mussten wir nun auf Robins Anwesenheit verzichten. Er übernachtete im „Kaderlager“ und durfte als Kadermitglied täglich eine zusätzliche Einheit trainieren. So traf man ihn nur ab und zu zwischen den Einheiten. Ebenso Fabi und Steven. Anstatt , wie sonst üblich, sich die Zeit zwischen den Trainingseinheiten mit Fußball oder sonstigen Bewegungsspielen zu vertreiben waren dieses Mal andere Dinge wichtiger und so waren auch sie häufig unterwegs und fast nur gesichtet um „Nachschub“ zu ordern, bzw. um zu schlafen.

Die Calwer Herren Ü40 bildeten spontan eine „Skat Mannschaft“ und nur die Dunkelheit konnte sie stoppen. Trotz der Altersunterschiede, der unterschiedlichen Lebenssituationen im Alltag und der unterschiedlichen Trainingszeiten war die Stimmung in unserer kleinen, wie auch in der großen Gemeinschaft (ca.1200 Karatekas) sehr harmonisch, was wohl daran liegt, dass alle in dieser Woche ihren Fokus auf das Karate gerichtet haben. Jeder auf seine Weise und seine Intensität, doch alle Gespräche, jedes Handeln, ja ich glaube sogar die Gedanken und z. T. auch Träume  kreisen hier nur ums Karate und man vergisst alles außerhalb.

So wie es eben auch sein soll, wenn man ins Dojo tritt: Man lässt den Alltag  hinter sich und konzentriert sich nur auf das eine...

Das Wort „Dojo“ als „Ort der Übung“ ist hier nicht nur auf die Halle bezogen, sondern auf den gesamten Ort mit seinen vielen Einflüssen.

Auf alle Fälle passte jeder auch seinen Rhythmus an die Trainingszeiten an. So z.B. Hans, Sabine und Andreas, die  bereits um 7 Uhr mit der ersten Einheit begannen, jedoch auch schon um 15 Uhr mit der letzten fertig waren. Sie hatten dann schon die Möglichkeit sich in die Fluten des eiskalten Rheins zu stürzen um sich danach noch in der Mittagssonne zu laben.

Der Rest von uns hatte zwischen den Einheiten ausgiebig Zeit um zu Essen, zu Verdauen, Gespräche zu führen, spazieren zu gehen, einzukaufen, oder einfach nichts zu tun. Allerdings waren wir auch erst um 18 Uhr fix und fertig, aber zufrieden.

Auf die Frage:“Wie war`s?“ Konnte man meist nur positive Antworten geben, mal mehr mal weniger enthusiastisch. Jeder hatte so seinen Favoriten unter den Senseis und Shihans, denn jeder vermittelt eben das Gleiche auf seine ganz persönliche Weise und dabei geschieht es immer wieder, dass es diesen sogenannten „Aha-Effekt“ gibt: Dinge die man schon 1000 mal gehört hat, hat man dieses mal verstanden, oder sogar erst wahrgenommen und nun heißt es dieses zu verinnerlichen.

Das Gasshuku kann keine sonstigen Trainingseinheiten ersetzen. Das Üben bei neuen bzw. anderen Lehrern, unter ihnen eben auch einige Großmeister, kann neue und weitere Anstöße geben, doch gilt es diese  im Heimdojo für sich zu verinnerlichen. Nur die Kontinuität im eigenen Tun kann Fortschritt bringen. Die unterschiedlichen Lehrer helfen uns dabei.

 

Wir haben auf alle Fälle mal wieder Alles gegeben, sowohl in, wie auch außerhalb der Halle. Haben unsere eigenen Befindlichkeiten zurückgestellt, waren konzentriert, haben uns vielleicht auch betrachtet, haben aber auf jeden Fall den Dingen ihren Lauf gelassen und so wurde es wirklich eine tolle Woche!

Empfehlenswert für alle, die es noch nicht erlebt haben. Man kann es nicht beschreiben, man muss es tun....“shingi ichinyo“

 

Oss , Ariane

 

P.S. Die Abschlussparty war übrigens, wie immer, für alle Tänzer ein Highlight.

Wenngleich ich sie nicht bis zum Schluss erleben konnte und dadurch bestimmt etwas verpasst habe, konnte ich wenigstens noch Davids bis Dato unbekannte Seite miterleben: 

Die Eigeninterpretation des legendären „Wichteltanzes“.